Veranstaltungen des vergangenen Jahres

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Zu Gast bei Fürst Pückler

Im Herbst 1855 kehrt Fürst Pückler, bereits 70 Jahre alt, zurück ins Schloss seiner Väter in Branitz.  
Unter dem Motto „Meine Haupteigenschaft ist der Geschmack“ formt Pückler sein Branitzer Leben zu einem Gesamtkunstwerk. Der Park, die Interieurs im  Schloss, die eigene Erscheinung, selbst Speisen- und Getränkefolgen unterliegen seinem Gestaltungswillen. Seine Sekretäre werden verpflichtet, in großen „Tafelbüchern“ täglich aufzuzeichnen, welche Gäste zur Tafel des Fürsten geladen werden und was zum Essen und Trinken aufgeboten wird. Erinnerungen des weitgereisten Fürsten lassen sich bei den Speisen ebenso entdecken wie Gerichte mit Geschichte à la Pückler oder Spezialitäten aus der Lausitz. Dieser einmalige Einblick in ein fürstliches Leben in der preußischen Provinz zwischen 1855 und 1870 soll Thema des Vortrags sein, und dem Monat Dezember entsprechend soll auch ein Blick auf die Weihnachtszeit im Branitz des 19. Jahrhunderts geworfen werden.  
Vortrag: Marina Heilmeyer

Donnerstag, 21. November 2019

Historische Gärten im Klimawandel – zum Erhalt einer sensiblen Kunstgattung

Der aktuelle Klimawandel hat bereits offenkundige Schäden in historischen Gärten, Parks und Kulturlandschaften hinterlassen. Als denkmalgeschützte Kulturgüter sind sie jedoch wertvolle Zeugnisse unserer Zivilisation, die auch zukünftig fachgerecht bewahrt werden müssen. Dieser denkmalpflegerische Auftrag lässt sich gerade für Gartenkunstwerke in vielerlei Hinsicht begründen, sodass zu fragen ist: Was macht diese sensiblen Kunstwerke aus, welche Funktionen für Kultur, Natur und Gesellschaft haben sie - einst und heute?
Vortrag: Dr. Karen David, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften/GeoForschungsZentrum Potsdam

Donnerstag, 07. November 2019

Grenzenloses stößt an Grenzen – Gartendenkmalpflege in den Gutslandschaften

Der ländliche Raum im Nordosten Deutschlands ist von einem dichten Netz an  Gutsbetrieben geprägt, zu denen in vielen Fällen auch Parkanlagen gehören, welche oft ein kompositorisches Bindeglied zur gestalteten Agrarlandschaft darstellen.
Der aktuelle gesellschaftliche Umbruch im ländlichen Raum definiert neue Nutzungsansprüche, die zunehmend zu Veränderungen in der nunmehr historisch geprägten Kulturlandschaft mit ihren vielfältigen Landschaftselementen führen.
Vortrag: Torsten Volkmann, Landesamt für Denkmalpflege Brandenburg 

Freitag, 25. Oktober 2019

!!! muß leider wg. Krankheit entfallen!!! „ ... eine Nachahmung der Natur, die durch Kunst und Ordnung verherrlicht ist.“

!!! muss leider wg- Krankheit entfallen!!! Friedrich August Krubsacius, seit 1755 kurfürstlich-sächsischer und königlich- polnischer Hofbaumeister in Dresden, gilt als Wegbereiter des Klassizismus in Deutschland. Sein gartenkünstlerisches Werk ist Referenz und leidenschaftliches Plädoyer für den geometrischen Garten unmittelbar vor dem „Einbruch des Landschaftlichen“ in die deutsche Gartenkunst.
Vortrag: Dr. Thomas Kuhn

Dienstag, 01. Oktober 2019

Gartenkunst in Südspanien: Von den maurischen Gärten bis zur Gegenwart (Studienreise)

Gartenkunst in Südspanien: Von den maurischen Gärten bis zur Gegenwart (Studienreise)
Leitung: Prof. Dr. Michael Scholz-Hänsel
Die Reise ist bereits ausgebucht

Mittwoch, 18. September 2019

Schloss und Barockgarten Hundisburg - Busexkursion

Führung: Dr. Harald Blanke, Leiter der Schloss – und Gartenverwaltung Hundisburg           Schriftliche Anmeldung erfor

Montag, 09. September 2019

Die East Side Gallery als umkämpftes Denkmal

Die East Side Gallery ist das längste noch erhaltene Teilstück der Berliner Mauer.  Nach dem Mauerfall erlangte das einstige Sperrelement weltweit Berühmtheit: 118  Künstler und Künstlerinnen aus 21 Ländern gestalteten die Ostseite der Mauer mit ihren Bildern  zur weltweit größten Open-Air-Gallery. Als stadtweit bemalte Mauersegmente abgebaut und weltweit verkauft wurden, wurde die East Side Gallery bereits im November 1991 unter Denkmalschutz gestellt. Nur ein Jahr später entstanden Pläne zur Herausnahme von Mauersegmenten für eine spreeseitige Bebauung, die bis heute anhält. Die Führung erkundet den historischen Ort und seine  Freiraumgestaltung und das Spannungsfeld zwischen Denkmalschutz,   Stadtentwicklung und den Urheberrechten der Künstler und Künstlerinnen.  
Ein Abendspaziergang mit Prof. Dr. Axel Klausmeier

Samstag, 17. August 2019

Das Landhaus Lemke und sein Garten

Mies van der Rohe entwarf das Haus 1932 für das Fabrikanten-Ehepaar Martha und Karl Lemke. Sein Konzept, das Haus und den Garten als Gesamtkomposition von sich aufeinander beziehende Flächen zu sehen, lieferte Herta Hammerbacher die Grundlage für Ihre Gartengestaltung: Die Idee einer „Lichtung im Wald“ bestimmte das Bild von Natur im Garten des Landhauses Lemke.
Führung: Jan Maruhn

Montag, 05. August 2019

Auf den Spuren der Leipziger Gartenkultur des 18. Und 19. Jahrhunderts Exkursion

Die städtebauliche Entwicklung Leipzigs seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert  verstellt heute die Sicht auf die einst hoch entwickelte bürgerliche Gartenkultur der Stadt, von der allerdings nur noch Spuren erkennbar sind. Dafür lassen sich die Anfänge der kommunalen Gartenplanung in der Innenstadt heute noch besichtigen wie auch Beispiele privater Gartenkultur auf den Rittergütern im Leipziger Umland. Führung: Prof. Dr. Nadja Horsch und Dr. Simone Tübbecke, Universität Leipzig  Schriftliche Anmeldung erforderlich

Freitag, 19. Juli 2019

Neptungrotte und Gartenparterre in neuem Glanz

Neptungrotte und Gartenparterre in neuem Glanz Führung: Dr. Jörg Wacker
17.00 Uhr, Besucherzentrum an der Historischen Mühle

Sonntag, 07. Juli 2019

Lesung im Garten Wimmer

„Wie ich Gärtnerin wurde“
Helga Schütz liest aus dem Manuskript zu ihrem neuen Gartenbuch  Kosten: 10 €  
Schriftliche Anmeldung erforderlich

Samstag, 22. Juni 2019

Pückler und Fontane

Ein Symposium der Pückler Gesellschaft im Fontane-Jahr 2019
Zwar hat es Fürst Pückler 2007 in das „Fontane-Lexikon“ gebracht, aber eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Thema „Pückler und Fontane“ findet bis heute nur sehr eingeschränkt statt. Indessen lohnt es sich, Fontanes und Pücklers Garten - und Landschaftsdarstellungen, die sich durch eine je eigene Kunst der Beschreibung auszeichnen, miteinander zu vergleichen.
Konzeption und Leitung: Prof. Dr. Hubertus Fischer

 

Donnerstag, 06. Juni 2019

Geschichte der Orangerie und der Aufstellung der Kübelpflanzen beim Neuen Palais


Führung: Gerd Schurig, SPSG, Kustos für Gartendenkmalpflege

Donnerstag, 23. Mai 2019 - Sonntag, 26. Mai 2019

Historische Gärten an der Mosel . Eine Exkursion zu „geheimen Gärten“ zwischen Hundsdrück und Eifel

Begleitung: Maren Brechmacher-Ihnen
Schriftliche Anmeldung erforderlich

Samstag, 18. Mai 2019

Historische Gärten im Klimawandel – zum Erhalt einer sensiblen Kunstgattung

Der aktuelle Klimawandel hat bereits offenkundige Schäden in historischen Gärten, Parks und Kulturlandschaften hinterlassen. Als denkmalgeschützte Kulturgüter sind sie jedoch wertvolle Zeugnisse unserer Zivilisation, die auch zukünftig fachgerecht bewahrt werden müssen. Dieser denkmalpflegerische Auftrag lässt sich gerade für Gartenkunstwerke in vielerlei Hinsicht begründen, sodass zu fragen ist: Was macht diese sensiblen Kunstwerke aus, welche Funktionen für Kultur, Natur und Gesellschaft haben sie - einst und heute?
Vortrag: Dr. Karen David, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Freitag, 10. Mai 2019

„... denn der Garten im großen Style ist eben nur eine Bildergallerie ...“* Zur Medialität der Pücklerschen Landschaftsgärten

Hermann von Pückler-Muskau ist nicht nur als Landschaftsgärtner und berühmter Reisender in die Geschichtsbücher eingegangen, sondern auch als Meister der Selbstinszenierung. Der für seine Extravaganzen bekannte Adlige hat zahlreiche Reisebücher verfasst. Ebenso bekannt ist er für seine Landschaftsgärten in Muskau, Branitz und Babelsberg. Der Vortrag betrachtet Pücklers Landschaftsgärten unter dem Aspekt des Medialen und gibt sowohl einen Einblick in Pücklers Inszenierungsstrategien als auch in die Medienkultur des 19. Jahrhunderts.
* Andeutungen über Landschaftsgärtnerei, Stuttgart 1834, S. 36.
Vortrag: Dr. Susanne Müller

Samstag, 27. April 2019

Der Architekt Bruno Ahrends in Wannsee

Bruno Ahrends war ein Architekt jüdischer Herkunft, der als Kind die Sommer in Wannsee verbrachte, später hier sein eigenes Wohnhaus bezog und die baugeschichtliche Entwicklung des Ortes in vielerlei Hinsicht mitgestaltete. Vorgestellt werden Bauten, die er vor dem 2. Weltkrieg umgestaltet hat. Führung: Sabrina Flörke

Freitag, 05. April 2019

Hermann Mattern (1893-1971) „Freiheit in Grenzen“

Hermann Mattern war einer der bedeutendsten Gartenarchitekten des Zwanzigsten Jahrhunderts.
Die Architekten Mies van der Rohe, Hans Scharoun, Hugo Häring arbeiteten mit ihm zusammen, aber ebenso war er für Künstler wie Gerhard Graubner, ein gesuchten Partner. Oskar Schlemmer schuf in Matterns eigenem Wohnhaus, das Hans Scharoun 1932-34 in Bornim entworfen hatte, ein Wandbild. Mit Karl Foerster arbeitete er seit 1927 zusammen.
Seine Arbeit beeinflusste Jahrzehnte lang die Gestaltungsideale von bürgerlichen Privatgärten. Subtil gelang es ihm immer wieder seine Gärten zwischen freiheitlichen Idealen und klaren gestalterischen Vorgaben auszutarieren.
Vortrag: Jan Maruhn

Freitag, 29. März 2019

Humboldt-Forum im Berliner Schloss – Symbiose und Widerspruch eines nationalen Prestigeobjekts

Vortrag: Dr. Guido Hinterkeuser
18,00 Uhr, Schloss Glienicke (Marstall), Königstraße 36, 14109 Berlin Anschließend Mitgliederversammlung (gesonderte Einladung folgt)

 

Freitag, 15. März 2019

Ich bin ein Stück Blume oder ein Baum. Ich bin einfach ein Stück Garten.“ Ein kleine biographischer Streifzug durch das Leben und Schaffen der fabelhaften Herta Hammerbacher (1900-1985)

Herta Hammerbacher, die gefeierte Garten- und Landschaftsarchitektin und erste Professorin an der Technischen Universität Berlin hat ohne Zweifel ein ausgefülltes, anspruchsvolles Leben geführt. Sie behauptete sich charakterstark in einer damals noch von Männern dominierten Welt der Garten- und Landschaftsgestaltung, avancierte in der Nachkriegszeit  zur ersten Professorin an der Technischen Universität Berlin.   
Vortrag: Dr. Jeong-Hi Go

Freitag, 15. Februar 2019

„Auf den Hauptstraßen stürmen wir vorwärts in eine neue Zeit, und auf den Nebenstraßen gehen wir zurück in die alte.“ – Landschaftserschließung durch Chausseen und Spazierwege um 1800

Die seit dem 18. Jahrhundert geschaffenen Chausseen erleichterten nicht nur den Handel, das Reisen oder die Bewegung der Armee. Sie waren zugleich territoriale Ordnungselemente, die das Selbstverständnis aufgeklärter Staaten widerspiegelten, aber auch die Wahrnehmung des Landes als ästhetische Landschaft prägten. Der Vortrag untersucht die Gestaltung von Chausseen und Spazierwegen anhand von Beispielen aus Brandenburg, Sachsen und Niedersachsen und folgt den Wahrnehmungsweisen ihrer Nutzer.
Vortrag: Thomas Thränert

"Auf den Hauptstraßen stürmen wir vorwärts in eine neue Zeit, und auf den Nebenstraßen gehen wir zurück in die alte.“ – Landschaftserschließung durch Chausseen und Spazierwege um 1800

Die seit dem 18. Jahrhundert geschaffenen Chausseen erleichterten nicht nur den Handel, das Reisen oder die Bewegung der Armee. Sie waren zugleich territoriale Ordnungselemente, die das Selbstverständnis aufgeklärter Staaten widerspiegelten, aber auch die Wahrnehmung des Landes als ästhetische Landschaft prägten. Der Vortrag untersucht die Gestaltung von Chausseen und Spazierwegen anhand von Beispielen aus Brandenburg, Sachsen und Niedersachsen und folgt den Wahrnehmungsweisen ihrer Nutzer.

Vortrag: Thomas Thränert

Freitag, 01. Februar 2019

„The Wild Garden“ von William Robinson: Migration und Integration von exotischen Pflanzen im Spätkolonialismus

Der Landschaftsgarten des 18. Jahrhunderts ist als der englische Garten in die Kunstgeschichte eingegangen. Bis heute stellt er die jüngste britische Gartenreform des ausgehenden 19. Jahrhunderts in den Schatten. Einer der wichtigsten Vertreter der viktorianischen Epoche war der irische Gartengestalter, Botaniker und Journalist William Robinson (1838-1935). In seinem 1870 erschienenen Buch "The Wild Garden" plädierte er für einen Garten, der sich in Anlehnung an Francis Bacon durch eine natürliche Wildnis auszeichnet.. Der Vortrag erörtert die historischen Voraussetzungen von Robinsons Gartenkonzept, seine Popularisierung in den Schriften und die praktische Umsetzung in Gravetye Manor Gardens in Sussex. Vortrag: Dr. Tina Zürn

Freitag, 18. Januar 2019

Aspekte der Gartenkultur und Freiraumentwicklung in China - Beispiele aus Tianjin 天津市

Ausgehend von Reisen nach China in den Jahren 2015 und 2017 werden in dem Vortrag verschiedene Aspekte der Gartenkultur und Freiraumentwicklung in der Stadt Tianjin angesprochen. Im zweiten Teil des Vortrags werden einige gartenkulturelle Punkte aus dem 19., 20. und 21. Jahrhundert thematisiert. So z.B. die Freiraumsituation im Stadtteil Wu Da Dao. Ein Abstecher führt zum Stadtquartier am Trommelturm. Abschließend werden Freiräumen im ehemaligen Eisenbahnpark Ning Yuan, im Heibin Park, im Munan Park und dem im frühen 21. Jahrhundert eröffneten Yinhe Platz in Tianjin kurze Besuche abgestattet.
Vortrag: Prof. Dr. Gert Gröning

Mittwoch, 09. Januar 2019

Martin Sperlich zum 100. Geburtstag

Der 100. Geburtstag des Schlösserdirektors und Gründers der Pückler Gesellschaft
Prof. Dr. Martin Sperlich wird am 9. Januar 2019 in der Kapelle des Schlosses Charlottenburg
um 18.30 h mit einer Feierstunde begangen werden.
18.30 Uhr, Schloss Charlottenburg - Schlosskapelle
Spandauer Damm 10 - 22, 14059 Berlin
Schriftliche Anmeldung erforderlich