Aktuelles

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Liebe Pückler-Freundinnen und -Freunde,

wir hoffen, Sie alle sind gut in das neue Jahr gekommen – und weil uns wohl kaum etwas dringlicher beschäftigt, wünschen wir, es möge für uns alle ein gesundes neues Jahr bleiben und werden.

Welche Möglichkeiten haben wir, unsere Satzungsziele unter den Bedingungen der anhaltenden Pandemie zu verfolgen? Was können wir fortsetzen? Wie können wir das tun? Und können wir vielleicht Neues beginnen?

En plein air – die Befreiung vom Atelier genießen wir in der Landschaftsmalerei seit Constables Wolkengebirgen über der Weymouth Bay. Die Befreiung von geschlossenen Räumen genießt die Pückler Gesellschaft seit ihrer Gründung als besonderen Vorzug, mal mit, mal ohne sich auftürmende Wolkengebirge. Glücklicher Umstand, dass ihr Zweck die Erhaltung und Erforschung der Garten- und Landschaftskunst ist. Das hat sie vor anderen Gesellschaften voraus, die in dieser schwierigen Zeit nicht einfach ‚im Freien‘ ihre Ziele verfolgen können.

In Fortsetzung der Veranstaltungsreihe „Erhalten oder Gestalten?“ ist an eine Pleinair-Diskussion mit Prof. Adrian von Buttlar gedacht. Am liebsten würden wir uns dazu in einem Garten treffen. Rekonstruktion in der Gartendenkmalpflege bleibt also unser Thema. Nachdem wir im Januar 2020 den gut besuchten Auftakt mit Dr. Harald Blanke über Hundisburg hatten, wurden wir im September in Sanssouci durch Dr. Jörg Wacker mit den Problemen der Rekonstruktion an einem praktischen Beispiel vertraut gemacht. Urteilsfähig können wir in dieser Frage nur werden, wenn wir den Austausch mit Expertinnen und Experten, Praktikern und Praktikerinnen pflegen. Urteilsfähig müssen wir aber auch sein, weil es um eine Kernfrage im Umgang mit historischen Gärten geht.

Dass Gartendenkmalpflege keine leichte Aufgabe ist, haben wir 2016 in Portugal gesehen. Die Befreundung mit dieser wenig gekannten Gartenkultur am Rande Europas hat Folgen gehabt. Nicht nur sind uns andere nachgereist, inzwischen werden wir auch aus Portugal angefragt. Gesucht werden Expertise und Vermittlung für eine Pückler-Ausstellung in Lissabon. Es soll dabei nicht zuletzt um Pücklers Bedeutung für die moderne Landschaftsarchitektur gehen. Wir freuen uns über diese Aufmerksamkeit. Vielleicht gelingt es ja, auch einmal die Gärten im Norden des Landes zu besuchen. Jede weitere Verbindung nach Portugal kann uns dabei helfen. Hubertus Fischer hat als Mitglied des Vorstands eine Einladung zu einer Tagung in Queluz (Lissabon) für 2021 angenommen.

Nicht weniger liegt uns seit unserer Gartenreise im September 2015 unser Nachbarland im Osten am Herzen. Das Gartenbuch der Izabela Czartoryska hat sich auch in Polen als Türöffner erwiesen, zuletzt zum Palais Działyński in Posens Altstadt. Michael Seiler hat angeregt, die Gartenideen, die die Czartoryska in ihrem Buch aufgenommen und ihren Zwecken anverwandelt hat, genauer zu untersuchen. Auch ein solches Gespräch können wir uns gut im Garten, etwa auf der Pfaueninsel vorstellen. Vielleicht fördert es Beziehungen zutage, die uns bisher entgangen sind. Wenn eine solche Veranstaltung möglich wird, wollen wir gut vorbereitet sein. Nicht nur Czartoryskas Mancherlei Gedanken über die Art und Weise, Gärten anzulegen wollen studiert, sondern auch Michael Seilers neues Pfaueninsel-Buch will gelesen sein. Exemplare sind noch vorhanden. Bücher im Sessel lesen und über Bücher im Garten sprechen – es könnte schlechter kommen.

Obwohl sich das Spazierengehen in der aktuellen Situation zu einer außerordentlich beliebten und für nicht allzu wenige Menschen sogar neu entdeckten Freizeitbeschäftigung entwickelt hat, bleiben entferntere Gärten nun meist nicht nur für uns unerreichbar. Aber der Garten war auch immer schon ein Sehnsuchtsort, den die Phantasie beim Lesen und dem Betrachten von Gartenbildern betrat. Auf unserer Website laden wir dazu ein, Magische Gärten mit der hervorragenden Arte-Fernsehserie zu erkunden. Unsere Empfehlungen richten sich vor allem auf Folgen zu Gärten, die wir in den vergangenen Jahren auch mit eigenen Augen gesehen haben: Retrospektive, Wissens- und Schauenswertes, das wir vielleicht schon wieder vergessen haben oder das uns neu ist, und ein wenig nostalgische Wehmut.

Was kann man mit der Pückler Gesellschaft in diesen Zeiten noch Nutzbringendes tun? Seit der (Wieder‑)Gründung durch Gartenfreunde und Kunst- und Gartenhistoriker wie Dr. Hans B. Jessen, den Charlottenburger Schlösserdirektor Prof. Dr. Martin Sperlich, den Richter Bogumil Maetzel oder den Gartenhistoriker Folkwin Wendland im Jahre 1979 können wir nunmehr auch schon wieder auf eine über vierzigjährige Vereinsgeschichte zurückschauen. Es scheint uns gerade jetzt der Zeitpunkt günstig, das bisher Geleistete neu in den Blick zu nehmen, um daraus nicht zuletzt Anregungen für die Zukunft zu schöpfen. Wir haben uns daher entschlossen, unsere bisherigen Unternehmungen, Exkursionen und Vorträge aufzuarbeiten. So beginnen wir beispielsweise mit der Digitalisierung der zum Teil schon seit langem vergriffenen Hefte unserer Reihe Mitteilungen der Pückler Gesellschaft. Wir stellen diese nachgefragten Publikationen im pdf-Format auf unsere Internetseite und eröffnen so einer breiten interessierten Öffentlichkeit den Zugriff auf diese wegen ihres breiten Spektrums und ihrer Bedeutung für die Garten- und Landschaftsforschung wichtigen Publikationen (https://www.pueckler-gesellschaft.de/mitteilungshefte.html). Einführungen und Informationen zu den einzelnen Mitteilungsheften werden Sie dann auch in unserem Veranstaltungsprogramm finden.

Unsere Website bietet – abgesehen vom unersetzbaren realen Besuch von Gärten – Platz für manches, so auch für die Besprechung neuer Gartenbücher. Karin Seeber hat eine lang ersehnte Studie über Marie Luise Gotheins Geschichte der Gartenkunst vorgelegt, den Klassiker, der bei vielen von uns im Bücherschrank steht. Der Verlag fragte die Pückler Gesellschaft um eine Rezension an, und dem werden wir, sobald das Buch gelesen ist, gern nachkommen. Sicher können hier noch weitere ‚grüne‘ Lektüren die Leselust unserer Mitglieder anregen. Vielleicht fühlt sich der eine oder die andere eingeladen mitzuwirken?      

Wir wollen aber auch die Beziehungen in der direkten Nachbarschaft pflegen. Mit der Theodor Fontane Gesellschaft ist eine Begegnung verabredet. Sie gäbe uns Gelegenheit, unsere Pückler-Fontane-Matinee 2019 in Schloss Schönhausen in direktem Austausch fortzusetzen. Eventuell käme dafür der Schlosspark Charlottenburg in Betracht. Ein Nebenzweck könnte sein, dass die Gesellschaften ein wenig voneinander lernen, wie Schwierigkeiten am besten zu überwinden sind. Jede angedachte Begegnung steht natürlich unter Vorbehalt. Aber was möglich ist, werden wir möglich machen. Einen Teil unserer Aufgaben können wir auch dadurch erfüllen, dass wir uns, wie im Fall der geplanten Ausstellung in Lissabon, als Ansprech- und Kooperationspartner zur Verfügung stellen. Angesprochen wurden wir auch wegen der Übernahme einer privaten Fachbibliothek zu historischen Gärten. Eine Lösung zeichnet sich ab. Unsere Vermittlung war nicht weniger gefragt, als es um die Suche nach einem Nachwuchswissenschaftler für einen Forschungsauftrag ging. Hier zeichnet sich ein neues Aufgabenfeld im Rahmen unserer Gesellschaftsziele ab.

Neu möchten wir auch die Frage angehen, wie die Aufgeschlossenheit gegenüber historischen Gärten gefördert werden kann. Je früher, desto besser, scheint uns eine gute Maxime zu sein. Wenn wir auch die Kontaktaufnahme zu den Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz pandemiebedingt noch zurückstellen müssen, so kam doch der Gedanke auf, Inken Formanns Gartenkunst für Kinder an Schulen zu vermitteln. Dafür sollen Lehrerinnen und Lehrer angesprochen werden, die auf der Grundlage dieses Lehrwerkes einen Versuch starten wollen. Begonnenes fortsetzen und Neues beginnen: das könnte gelingen. Vielleicht auch mit diesem Neuansatz in der schulischen Bildung.

 

Und nicht vergessen: ohne Mitgliedsbeiträge können wir selbst im coronalen Ausnahmezustand nicht arbeiten…

 

Seien Sie alle herzlich gegrüßt

 

Ihre Mitglieder des Vorstands

Gedenkveranstaltung in Branitz

Hier einige Impressionen von der Gedenkfeiert, die uns der Direktor der Stiftung Fürst-Pückler-Museum, Park und und Schloß Branitz  Herr Dr. Stefan Körner übermittelt hat. https://www.pueckler-museum.de/2021/02/01/150-todestag-fuerst-puecklers-am-4-februar-2021/

150. Todestag von Fürst Pückler

Gedenkveranstaltung in Branitz

Am 4. Februar 2021 jährte sich Fürst Pücklers Todestag zum 150. Mal. Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum beging diesen Tag mit einem stillen Gedenken, da auf eine öffentliche Gedenkfeier wegen der Corona-Pandemie leider verzichtet werden musste. An der Ägyptischen Brücke am Tumulussee legten die Gärtnerinnen und Gärtner der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Kränze nieder, die Institutionen, Bürger, Freunde und Verehrer gestiftet hatten. Begleitet wurde die stille Zeremonie von den Jagdhornbläsern „Fürst Pückler Branitz – Kahren“. Auch wir als Pückler Gesellschaft, die sich als Vereinigung der Erforschung und Erhaltung historischer Gärten widmet, hatte ihrem Namenspatron einen Kranz nach Branitz gesendet. 

Newsletter

Liebe Freunde und Freundinnen der Pückler Gesellschaft, bitte lesen Sie unseren "Newsletter" mit unseren Vorstellungen über unsere weiteren Planungen unter Programm

herzlich  Ihr Vorstand

AHA!

Die Pückler Gesellschaft bemüht sich, einen engeren Kontakt zu den Bildungseinrichtungen herzustellen, die Fächer wie Gartendenkmalpflege und Landschaftsgestaltung unterrichten und Studenten in diesem Lehrgebiet ausbilden.

Das Lehr- und Forschungsgebiet Geschichte der Landschaftsarchitektur und Gartendenkmalpflege an der Technischen Unversität, an dem unser Beiratsmitglied Prof. Marcus Köhler lehrt, gibt die Zeitschrift AHA! Miszellen zur Gartengeschichte und Gartendenkmalpflege" heraus. Hier publizieren neben erfahrenen auch jüngere Gartendenkmalpfleger. Auf die AHA-Hefte, die auch online verfügbar sind, möchten wir hier aufmerksam machen.

Hier ist der Link zu der Seite, auf der das AHA bei der SLUB zu finden ist: 

https://journals.qucosa.de/aha/index​

 

Übrigens: wer an der Buchvorstellung von Michael Seilers Werk über die Pfaueninsel im Oktober nicht hat teilnehmen können: unter der Veranstaltungsankündigung vom 23.10.2020 haben wir von dieser Buchpräsentation im Marstall von Schloß Glienicke ein paar Fotos ins Netz gestellt.  (siehe Archiv)

 

Jahresbrief des Präsidenten Martin Vogtherr an die Unterstützer der SPSG

Prof. Dr. Martin Vogtherr wendet sich in seinem Jahresbrief an die Freunde und Unterstützer der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. Am 22. Juni vorigen Jahres hatte der Präsident der SPSG bei einem Treffen mit unserer Geschäftsführerin Dr. Barbara Rams-Schumacher und unserem jetzigen Vorsitzender Dr. Michael Niedermeier sein großes Interesse an einer engen Zusammenarbeit mit der Pückler Gesellschaft betont. Das freiwillige Engagement der Mitglieder der Pückler Gesellschaft sei außerordentlich wichtig, trage es doch ganz wesentlich dazu bei, ein breiteres Verständnis für die Erhaltung und Erforschung der historischen Gartenanlagen zu wecken und zu befördern. Die SPSG möchte aus diesem Grund die Partnerschaft in Zukunft noch weiter ausbauen. Den Wortlaut seines Jahresbriefes können Sie hier nachlesen.

Tagung "Historische Gärten und Gesellschaft"

Liebe Gartenfreunde, liebe Pückler Mitglieder,

die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten präsentiert auf Ihre Internetseite die  Tagung "Historische Gärten und Gesellschaft". Prof. Dr. Hubertus Fischer, unser stellvertretender Vorsitzender, hielt auf dieser Tagung ein viel beachtetes Statement. Auf der Seite finden sich ebenfalls sehr gute digitale Präsentationen aller Gärten der SPSG.

 

https://www.youtube.com/watch?v=frerVkkoTm4&feature=youtu.be

https://www.spsg.de/index.php?id=12457

Weihnachtsbrief

Liebe Mitglieder und Freunde der Pückler Gesellschaft für die Erforschung und Erhaltung historischer Gärten!

Die neue Ausgabe der Bibliographie der deutschen Gartenliteratur ist da!!!

Wir freuen uns, auf unserer Internetseite wieder die aktualisierte Fassung der Bibliographie der deutschen Gartenliteratur präsentieren können. Die Bibliographie wird im Auftrage der Pückler Gesellschaft erarbeitet und publiziert. Sie umfaßt alle Buchtitel, Aufsätze und Studienabschlußarbeiten der Jahre 1987 bis 2019. Die Bibliographie wird von Dipl.-Ing. Landschaftssplanung Michael Rohleder (http://www.infofreiraum.de) auf der Basis der Bestände der Deutschen Gartenbaubibliothek und der Bereichsbibliothek Architektur und Kunstwissenschaft der TU Berlin erstellt. Sie umfaßt mittlerweile rd. 24 000 Einträge und kann kostenlos genutzt werden und steht als pdf zum Herunterladen frei zur Verfügung. (Siehe unter "Bibliographie")

Literaturhinweis

Gert Gröning: "Zu einigen Aspekten des Medialen im Begriff der Landschaft"

Mit vagen Begriffen wie Medialem und Landschaft lassen sich sehr heterogene Aspekte verbinden. Hier soll zum einen auf ein konservatives Interesse an Landschaft aufmerksam gemacht werden. Zum anderen wird angesprochen wie Landschaft als gesellschaftliches Programm entsteht. Dabei wird beispielhaft auf physiokratische Programme und darin aufgehobene zeitgenössische Chinavorstellungen verwiesen. An solche Vorstellungen wird zwei Jahrhunderte später in der Zeit des Nationalsozialismus angeknüpft. Sie schlagen sich 1942 in den sogenannten Landschaftsregeln des Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums nieder. Abschließend erfolgen einige Anmerkungen zur anthroposophisch ortientierten Landschaft sowie zur Rolle von Landschaft im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert, wie sie sich dort antreffen lässt, wo die Stadt mitleidsvoll nur noch als gestörte Landschaft wahrgenommen wird.

https://edoc.hu-berlin.de/handle/18452/22578

Pückler Gesellschaft in den Gärten der Eifel

Maren Brechmachen-Ihnen besuchte mit einer Gruppe von Mitgliedern der Pückler-Gesellschaft auf ihrer Exkursion in die Gärten der Eifel auch nach Schloß Malberg

Die Pfaueninsel - Ein Meisterwerk der Gartenkunst

Sie arbeiten in einem Paradies, manche leben sogar hier, ganz abgeschieden von der Großstadt, zwischen Himmel und Havel auf der Insel der Glückseligen. Für Gärtner gehört die Pfaueninsel zu den schönsten, aber auch anspruchsvollsten Wirkungsstätten, für Gartenfreunde zu den begehrtesten Orten der preußischen Kulturlandschaft.

 

https://www.rbb-online.de/gartenzeit/reportagen/die-pfaueninsel---ein-meisterwerk-der-gartenkunst.html

Gartenspäher

Schwetzingen: junge Menschen entdecken den ehem. kurfürstlichen Garten von Schwetzingen

http://www.citistil.de/citistil_extern/gartenspaeher.htm

Mitteilungen der Pückler Gesellschaft: Hermann Sello. Ein Gärtner auf Grand Tour

Der neue Band der "Mitteilungen der Pückler Gesellschaft" Bd. 33 (2020)

Jedes Mitglied der Pückler Gesellschaft erhält auf der Mitgliederversammlung ein Exemplar

Hier geht es zur Leseprobe:

 

Gärtner führen keine Kriege

Gärtner führen keine Kriege - Ausstellung im Schloss Sacrow (Sehenswert! Teil 1)

https://www.youtube.com/watch?v=ddOd85rYLxs

Michael Seilers ultimatives Buch über die Pfaueninsel

Liebe Pückler Mitglieder,

nun ist es da: Michael Seilers großes Buch über die Pfaueninsel. Unser Vorsitzender hat fast genau zu seinem 80. Geburtstag sich und uns sein großartiges Kompendium geschenkt.

Michael Seiler war, wie Sie alle wissen, für viele Jahre als Oberkustos und später als Gartendirektor für die Pfaueninsel zuständig und ist der gründlichste Kenner ihrer Geschichte.

Wir alle bedanken uns bei Michael Seiler und wünschen dem Buch eine große Leserschaft, breite Anerkennung und viel Erfolg.

Hier geht es zur ersten Rezension: Christian Hlavac: In: Galatour. Zentrum für Garten, Landschaft und Tourismus

http://www.galatour.at/unsere-angebote/buchbesprechungen/landschaftsgarten-pfaueninsel.html

Leseprobe:

Buchtipp: Gartenkunst für Kinder

Liebe Gartenfreundinnen und -freunde, liebe Mitglieder!

hier ein Literaturtipp, Inken Formann hat zusammen mit den Staatlichen Schlössern und Gärten Hessen das Lexikon für Kinder herausgegeben.

VDG Weimar; 1. Auflage 2020, 400 Seiten; 1300 Fotos, Illustrationen, Rätsel, Pläne undPorträts in Farbe; SBN: 978-3-89739-937-2, 28 Eur.

 

Zugleich ist von Inken Formann zusammen mit den Staatlichen Schlössern und Gärten Hessen das Bilderbuch für Kinder erschienen:

Die Epochen der Gartenkunst als Bilderbuch auf 16 Seiten; VDG Verlag Weimar, ISBN: 978-3-89739-939-6, 9,80 EUR

Hier geht es zur Leseprobe:

Besprechung der Buchvorstellung des Czartoryska-Buches in Poznan

Die Vorstellung des Gartenbuches von Izabela Czartoryska in Poznań

Die Veranstaltung, die unter dem Titel: „Über die Gartenkunst von Fürstin Izabela Czartoryska” am 22. Mai 2019 im historischen Roten Saal des Działyński-Palais am Alten Markt in Poznań stattfand, war vor allem der Präsentation des Werkes von Izabela Czartoryska: „Myśli różne o sposobie zakładania ogrodów” (1808) und insbesondere dessen hervorragenden Edition in deutscher Sprache, die unter dem Titel: „Mancherlei Gedanken über die Kunst, Gärten anzulegen”, bereits im vergangenen Jahr (2018) in Berlin herausgegeben worden war, gewidmet.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand jedoch nicht nur die Vorstellung der deutschen Ausgabe des Buches von Czartoryska, die der Initiative von Michael Niedermeier zu verdanken ist und die unter Mitwirkung von anderen Personen (u.a. von Katrin Schulze, Marta Majorczyk, Ines und Clemens Alexander Wimmer, Barbara Werner, Renata Kwaśniak) und mit Unterstützung der Pückler Gesellschaft e.V. sowie der Klassik Stiftung Weimar erscheinen konnte. Wir wollten darüber hinaus das Werk von Czartoryska im breiteren Kontext darstellen: Unser Ziel war es, ihre Leistungen, insbesondere auf dem Gebiet der Gestaltung der Landschaftsgärten und –architektur hervorzuheben sowie ihre Verdienste für die polnische und europäische Kultur zu beleuchten.

Das Ziel der Veranstaltung war außerdem, das Buch der Fürstin und seine erste Übersetzung vor dem Hintergrund der Epoche, des kulturellen Austauschs des Dialogs der Kulturen und der wechselseitigen Inspirationen zwischen Deutschen und Polen, nicht nur in Bezug auf die Gartenkunst, sondern auch in der Kultur allgemein zu zeigen, als ein Phänomen des Gedanken- und Ideenaustausches zwischen den beiden Völkern.

Nicht zuletzt wollten wir zugleich auf die Aktualität der Ideen von Czartoryska hinweisen und unterstreichen, dass ihre Gedanken über die Gartenkunst heutzutage weiterhin lebendig bleiben. Davon zeugt das Interesse sowohl auf deutscher (die Übertragung ihres Werkes ins Deutsche) als auch auf polnischer Seite (gegenwärtige Revitalisierung und Gestaltung von Landschaftsgärten nach Vorbildern aus dem Gartenbuch Czartoryskas).

An der Präsentation der deutschen Edition nahmen Gäste aus Deutschland und Polen teil. Michael Niedermeier (Herausgeber und Initiator der deutschen Publikation, Mitglied der Pückler Gesellschaft e.V.), schilderte die damalige Rezeption der Abhandlung von I. Czartoryska (1805) im Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, wo J. W. Goethe lebte und wirkte, denn Czartoryskas Buch hinterließ, wie Niedermeier erwähnte, auch in Weimar, sichtbare Spuren. Er sprach auch über die Entstehung der Übersetzung dieses bedeutenden Werkes und die Autoren der Beiträge in der deutschen Edition.

Den Inhalt und Aufbau des Buches stellte Katrin Schulze, Landschaftsarchitektin und hervorragende Kennerin von Izabela Czartoryskas Werk und Wirken dar; sie hat ihre Magisterarbeit über deren Leistungen verfasst und viele Texte der Fürstin ins Deutsche übersetzt; sie ist darüber hinaus auch mit der Gartenkultur in Polen gut vertraut. Frau Schulze schilderte die Fürstin als Wegbereiterin des Landschaftsgartens in Polen und zeigte die wesentlichen Elemente deren Gartenkunst auf; sie hat auch auf die Rolle bestimmter Pflanzen und Bäumegattungen in Czartoryskas landschaftlichen Projekten hingewiesen.

Die Germanistin und Linguistin, Renata Kwaśniak, die am Goethe-Wörterbuch an der Berliner-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften tätig ist und ebenfalls bei der Entstehung des Buches mitgewirkt hatte, reflektierte Kontakte von Johann Wolfgang Goethe mit der Fürstinfamilie Czartoryski auf der Grundlage von Dokumenten, Erinnerungen, Tagebüchern und verschiedenen Aufzeichnungen des berühmten deutschen Dichters.

Darüber hinaus nahmen an der Veranstaltung auch zwei polnische Fachfrauen teil. Barbara Werner, Kunsthistorikerin, Hauptspezialistin für historische Gärten und Gartenleiterin von Łazienki Królewskie in Warschau, Spezialistin für Gartendenkmalpflege, Geschichte der Architektur und der Gartenkunst, erörterte ausführlich die Rolle von Fürstin Czartoryska in der polnischen und europäischen Kultur.  

 Am Beispiel der Revitalisierung des Landschaftsparks in Koszuty (Großpolen), die nach Czartoryskas Ideen von Tadeusz Osyra (dem ehemaligen Leiter des Muzeum Ziemi Średzkiej), in den 90er Jahren des 20. Jh. durchgeführt worden war, zeigte Gabriela Klause (Architekturhistorikerin und Denkmalpflegerin), dass das Werk von Czartoryska auch heutzutage von Bedeutung ist und in Polen bei der Wiederherstellung historischer Gärten als Vorbild gilt.

Auf die Fachvorträge folgte eine rege Diskussion, die das breite Spektrum des ersten Teils der Veranstaltung aufgriff. Dies alles zeugt deutlich davon, dass Czartoryskas Grundsätze und Gedanken über die Gartenkunst ihre Aktualität nicht verloren haben und weiterhin von Bedeutung sind.

Am 23. Mai nahmen die Referenten sowie Ewa Johna von der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau in Begleitung von Maria Wagińska-Marzec, die den Abend um die Gartenkunst Izabela Czartoryskas im Namen des Westinstituts Poznań organisierte, an einer Exkursion in zwei historische Gärten Großpolens teil. In Roglin, dem Familiensitz der Raczyńskis, besuchten wir das Schloss und die Gemäldegalerie, geführt durch die Leiterin der Außenstelle des Nationalmuseums in Poznań Ewa Leszczyńska, die die wechselvolle Geschichte des Ortes und der Familie sowie die beeindruckende Restaurierung der Residenz und deren Ausstattung präsentierte. Die Führung durch den Park übernahm – wie auf der Gartenreise der Pückler-Gesellschaft 2015 – Piotr Wilanowski, der sowohl über die Geschichte sowie die bereits erfolgte, die laufende und die geplante Revitalisierung der Anlage berichtete als auch auf die Landschaft, die Pflanzenwelt (den historischen Eichenbestand) und die Besonderheiten der Tierwelt (die geschützten Insekten, den Eichenbock und den Ermit/Juchtenkäfer) in Rogalin einging.

Am Nachmittag besichtigten wir auf Einladung des Direktors des Regionalmuseums des Schrodaer Landes (Muzeum Ziemi Średzkiej) Jacek Piotrowski das Landgut Koszuty mit seinem Gutshaus aus dem 18. Jh. und dem Anfang des 19. Jh.s angelegten und Ende des 20. Jh.s revitalisierten Park. Beim Spaziergang durch die Parkanlage verweilten wir an einigen Stellen, die in Anlehnung an das Gartenbuch Izabela Czartoryskas gestaltet wurden, wie der herzförmige Rosenclump vor dem Haus und weitere Clumps auf der Parkseite oder die Anhöhe mit einer Madonna-Figur.

Die am 22. Mai in der Veranstaltung präsentierten Beiträge werden in der Wissenschaftszeitschrift des Westinstituts „Przegląd Zachodni“ veröffentlicht. Der Abend um die Gartenkunst Izabela Czartoryskas fand großen Anklang beim Publikum. Er war und ist weiterhin Gesprächsthema, insbesondere bei verschiedenen, auch internationalen Treffen im Działyński-Palais und im Westinstitut Poznań.

 

Maria Wagińska-Marzec /               Renata Kwaśniak

(Instytut Zachodni, Poznań)            (Berliner-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin)

Buchvorstellung des Czartoryska-Buches am Institut für Westliche Studien Poznan

Auf Einladung der Direktorin des Instituts für Westeuropäische Studien Dr. Justyna Schulz findet im Dzialynski-Palais die Buchvorstellung unseres als "Mitteilungen der Pückler Gesellschaft" 2018 erschienenen Buches Mancherlei Gedanken über die Art und Weise, Gärten anzulegen [„Mysli rozne o sposobie zakladania ogrodow” (1808)] der Fürstin Izabela Czartoryska statt.

Es werden Vorträge gehalten von PD Dr. Michael Niedermeier (Pückler-Gesellschaft e.V. Berlin), Dr. Renata Kwasniak (Berlin-Brandeburgische Akdemie der Wissenschaften, Berlin); Katrin Schulze (Landschaftsarchitektin; Autorin einer Magisterarbeit über Izabela Czartoryska und ihr Gartenbuch), Barbara Werner (Kunsthistorikern, Spezialistin für historische Gärten, Lazienki-Park, Warschau), Dr. Gabriela Klause (Architekturhistorikerin und Denkmalpflegerin, Poznan)

Hier ein paar Schnappschüsse vor und nach der Veranstaltung: u.a. Renata Kwansniak, Katrin Schulze, Barbara Werner 

Vor der Veranstaltung im (dann sehr gut besetzten) Roten Saal im Dzialynski-Palais am alten Markt.

 

Katrin Schulze, Renata Kwasniak ud Michael Niedermeier im Eingangsbereich des  Instituts für westliche Studien, im Hintergrund das Plakat zur Veranstaltung

Beim Besuch von Schloß und Garten von Rogalin

Buchbesprechung Czartoryska-Buch

Gartenpraxis 12/2018